Infrarotheizung vs Gasheizung

Zu der aktuellen Studie geht's hier

 

Für Eilige die Schlußfolgerung aus der Studie.

 

Es wird allerdings empfohlen mehr zu lesen, da es in punkto Infrarotheizungen viele Irrtümer und auch Falschaussagen (bewußt oder unbewußt?) gibt.

 

6 Schlussfolgerungen und Ausblick


Es konnte in der vorliegenden Untersuchung gezeigt werden, dass die Infrarotheizung eine sinnvolle
Alternative zu herkömmlichen Heizsystemen darstellt.
Bisher wird sie in Normen (z.B. Strahlungswirkungsgrad bei elektrischen Flächenheizungen) und
Verordnungen (z.B. EnEV) nicht oder nicht genügend berücksichtigt.
In der EnEV wird sie mit herkömmlichen Elektro-Direktheizungen gleichgesetzt, obwohl sie durch das
Prinzip der Strahlungsheizung gegenüber den sonst üblichen Elektro-Direktheizungen auf der Basis
von Konvektion deutliche Einsparungen erwarten lässt.
Bei den oben genannten firmeninternen Vergleichen werden zwischen elektrischen
Fußbodenheizungen oder Nachtspeicherheizungen und Infrarotheizungen typischerweise ca. 50%
Einsparungen genannt. Diese Aussagen werden durch das vorliegende Projekt indirekt bestätigt, da
die firmeninternen Vergleiche zwischen Gas- und Infrarotheizungen im Großen und Ganzen direkt
bestätigt wurden.
Gerade der Ersatz von Nachtspeicherheizungen und elektrischen Fußbodenheizungen wäre wegen
der einfachen Umsetzung (wenige oder keine zusätzliche Elektro- Installation, nur
Infrarotstrahlermontage) und besonders geringen Investitionskosten (typischerweise die Hälfte oder
weniger einer entsprechenden Gas-Brennwertheizung) eine leicht durchführbare Maßnahme zur
Effizienzsteigerung.
Weitere Qualitätskriterien, die für Infrarotheizungen sprechen, sind:

 

  • geringe Investitionskosten,
  • keine Nebenkosten (z.B. Schornsteinfeger)
  • Wartungsfreiheit,
  • 100% regenerativ betreibbar.

 

Obwohl keine vergleichenden Untersuchungen zu Fabrikaten gemacht wurden, lassen sich aus dem
Projekt allgemeine Eigenschaften für Infrarotstrahler (Dunkelstrahler) im Wohnbereich aufstellen:

 

  • Oberflächentemperaturen zwischen 60°C und 120°C,
  • keine Speichermassen und
  • möglichst einfache, flächige Aufbauten, um den Konvektionsanteil zu minimieren.

 

In weiteren Untersuchungen sollten die exemplarischen Ergebnisse der vorliegenden Untersuchung
auf eine breitere Datenbasis gestellt werden. Insbesondere sollten damit Auswahl- und
Dimensionierungskriterien für Infrarotheizungssysteme sowohl bei der Sanierung im Bestand als auch
im Neubaubereich ermittelt werden. Besonders interessant ist hierbei der Ersatz von
Nachtspeicherheizungen.


Außerdem sind ergänzend dazu sinnvolle Alternativen für eine möglichst nachhaltige und effiziente
Trinkwassererwärmung gegenüber herkömmlichen Verfahren zu entwickeln.